Die Zukunft des Marktes Donaustauf – in welche Hände?

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Von Hans Sauerer

Interessant ist die Aussage, die ich vor einigen Tagen von einem guten Bekannten hörte: „Früher hatten die Deutschen viel weniger Geld als heute, der Blick in die Zukunft war aber hoffnungsvoll. Heute lebt ein Großteil der Deutschen im Wohlstand, der Blick in die Zukunft gibt aber zunehmend Grund zur Sorge!“ Klimawandel, Migration, Ausdünnung des Rechtsstaates in Teilen Osteuropas, der bevorstehende Brexit, Konflikte zwischen Arm und Reich, Ersatz von Diplomatie durch Twitter, Facebook, Pöbelei und zunehmender Populismus in einer immer komplexer werdenden Welt, das sind die neuen Probleme. Sie haben in den letzten 10 Jahren in der Mitte unserer Gesellschaft ihren Platz gefunden.

Mindestens genauso interessant ist für den Donaustaufer und Sulzbacher Bürger die Frage, welche Probleme in den vergangenen zwölf Jahren von Bürgermeister Sommer angegangen bzw. verschlafen oder gar geschaffen wurden. Die Erfolge unter dem Motto „Kraftvoll weiter. Für Donaustauf und Sulzbach“ konnten in der Weihnachtsausgabe der „Walhalla-Post“ unter dem Punkt „Abgehakt 2014-2020“ wie folgt nachgelesen werden:

  1. „Das Sportheim in Sulzbach hat einen Anbau bekommen (Kosten ca. 340.000 €)“
  2. „Wir schaffen Wohnraum – auch in Mehrfamilienhäusern – auf dem Czech -Gelände und auf dem Strath-Areal“

Nach genauerer Betrachtung dieser Behauptungen wird schnell klar, dass Bürgermeister Sommer wieder einmal mit einer Mogelpackung auf Stimmenfang gehen will.

1. Anbau des Sportheimes in Sulzbach

Der Anbau des Sportheimes in Sulzbach misst eine Länge und Breite von jeweils 10 m, ist erdgeschossig und hat ein Pultdach.

Eine Gesamtkostenschätzung für diesen Anbau aus dem Jahr 2015 belief sich auf ca. 170.000 bis 200.000 €. Der Anbau wurde im Jahr 2016 fertiggestellt. In einer Marktratssitzung am 06.09.2018, die von 2. Bürgermeister Wolfgang Weigert vorbereitet wurde, da sich der 1.Bürgermeister Sommer im Urlaub befand, stand die „Darstellung und Erläuterung der Kostenzusammensetzung beim Erweiterungsbau des Sportheimes Sulzbach“ auf der Tagesordnung. Der Vertreter des beauftragten Planungsbüros erläuterte den zeitlichen Ablauf und die Besonderheiten beim Anbau des Sportheimes. Hierbei kam zum Vorschein, dass eine Kostensteigerung von über 100 % ohne jegliche Überwachung und zeitnaher Begründung der Mehrkosten durch das gemeindliche Bauamt gegeben war, auch die Markträte haben davon nichts gewusst. Letztendlich kostete der Anbau 412.000 € – und nicht wie in der SPD-Walhalla-Post behaupteten 340.000 €!!!

So mancher Bürger wird sich zurecht fragen, wie teuer dann wohl unsere Großprojekte „Instandhaltung und Erweiterung der Donaustaufer Sporthalle“ und „Grundschule Donaustauf“ werden, wenn die Vergangenheit zeigte, dass Bürgermeister Sommer bereits mit kleinen Gewerken völlig überfordert war, und hinter dem Rücken der Markträte verschwenderisch mit Steuergeldern umgegangen worden ist.

2. Schaffung von Wohnraum durch Bauträger

Strath-Areal: Käthe-Kollwitz-Straße

Diese ist für die Gemeindeverwaltung mit relativ wenig Arbeit verbunden, da sie weder Grundstücke erwerben noch Tauschflächen vorhalten muss. Sie trägt auch kein Risiko. Dieses wird auf den Bauträger bzw. an die Käufer abgewälzt. Meist wird mit Bauträgern über den örtlichen Bedarf gebaut. Zudem kann der Käufer wesentlich schwieriger Eigenleistungen einbringen. Zugleich werden die Kaufpreise befeuert, weil der Bauträger zu gewinnmaximierten Preisen verkaufen will. So liegt z.B. der Kaufpreis beim günstigsten Haus (einfache Bauausführung) im Strath-Areal bei knapp 640.000 €!

Das Ergebnis dieser von Bürgermeister Sommer initiierten „Bauträgerpolitik“:

Schaffung von teurem Wohnraum über den örtlichen Bedarf hinaus, vornehmlich für finanzstarke und bisher nicht im Gemeindegebiet ansässige Neubürger.

Für die meisten Donaustaufer und Sulzbacher, in der Regel junge Familien, ist daher Wohnraum im Czech-Gelände und im Strath-Areal nicht attraktiv, da der Kauf ein viel zu hohes finanzielles Risiko darstellt. Viele Einheimische, die Wohnraum suchen, sind über diese Politik von Bürgermeister Sommer sehr verärgert.

Prüllstraße 48: Bauträger-Häuser auf kleinem Grund – ohne Gemeinderatsbeschluss
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