Christian Blüml zeigt auf, was bereits geschafft wurde
Donaustauf. „Wenn ich Donaustaufer wäre, ich würde Christian Blüml wählen“. Dieser Satz stammt nicht von einem Neutraublinger oder Regenstaufer, sondern von keinem Geringeren als Albert Füracker, Bayerischer Finanz- und Heimatminister. Füracker war Festredner beim CSU-Neujahrsempfang im Bürgersaal des Marktes Donaustauf.
Eingeladen hatte der CSU – Ortsverband Donaustauf-Sulzbach- und dem Ruf sind derart viele Gäste gefolgt, dass es sich im Bürgersaal etwas beengt anfühlte. Vielleicht muss man irgendwann in die Donaustaufer Mehrzweckhalle umziehen, dort wäre genug Platz. Noch zehn Minuten vor Beginn des Termins hatte man genug Platz sich einen der Sitzplätze auszuwählen, doch Punkt 11 Uhr waren plötzlich alle da. Als erster Promi betrat MdB Peter Aumer den Veranstaltungsort, gefolgt von MdL Patrick Grossmann und dann kam er, bescheiden, zurückhaltend, wie seine Art nun mal ist, Albert Füracker.
Martin Sendlbeck, CSU-Ortsvorsitzender hatte sich eine Begrüßung zurechtgelegt und freute sich, dass der Finanzminister in den kleinen Markt an der Donau kam, um hier zu sprechen. Dann war CSU-Spitzenkandidat Christian Blüml an der Reihe. Sechs Jahre lang sei er bereits dritter Bürgermeister von Donaustauf und er habe einiges bewegen können. Neben der Rettung der Klinik Donaustauf, die vor allem wegen des Einflusses der CSU in Bayern hier, hätte erhalten werden könne, waren es auch die Windräder rund um die Walhalla, die verhindert werden konnten: „Ich kam mir vor wie Don Quichote, der gegen Windmühlen kämpfte. Erst wollte uns niemand zuhören, doch dann dämmerte es den meisten. Wie sähe die Walhalla wohl heute aus, wenn 50 Windräder in unmittelbarer Nähe stünden“, fragte Blüml. Ein weiterer Verdienst der Donaustaufer CSU sei auch die Petition gegen die Absperrungen auf der Walhalla. 4500 Unterschriften konnten vor kurzem an Patrick Grossmann, MdL übergeben werden. Ein großer Erfolg, denn nun müsse sich die Bayerische See- und Schlösserverwaltung etwas einfallen lassen müssen, was nicht „so hässlich“ wie die zurzeit angewendeten Absperrungen sei. Blüml möchte erster Bürgermeister werden und bot dem anwesenden ersten Bürgermeister an, den Bleistift zu zücken und für das geplante Seniorendomizil zu unterzeichnen. „Einer der Investoren, Thomas Rosenkranz wäre hier, du musst nur noch unterschrieben, Jürgen“, drängte Blüml mit einem Augenzwinkern. Doch Sommer winkte ab.
Blüml wolle einen fairen Wahlkampf, der jetzt in die Zielgerade einbiege. Ob sich die übrigen Bewerber um das Amt daranhalten – man wird sehen. MdL Patrick Grossmann warb für sich als neuer Landrat. Er hätte hier ein paar Ideen. Vor allem Einsparungen im Landkreis-Haushalt wären seiner Ansicht nach sehr wichtig, damit Kommunen wie Donaustauf wieder handlungsfähiger würden. „In den letzten zehn Jahren haben sich die Personalkosten des Landratsamts fast verdoppelt. Davon müssen wir wieder runter“, so Grossmann.
Minister Füracker ließ sich Zeit alles zu erklären. Warum auch ein Minister mal „nein“ sagen müsse, dass nicht alles ginge, was man wolle. Aber dennoch sei Bayern ein sehr lebenswerter Ort. Wenn man nicht so viel an den Länderfinanzausgleich zahlen müsse – einige Milliarden. Dann könnte man hier mehr investieren. Und überhaupt. In diesen Zeiten sei das Rezept gegen die Krise: Investitionen. Investieren möchte Blüml auch, am besten in das neue Seniorendomizil und dann in eine neue Schule, denn ob sich es lohne in eine 62 Jahre alte Schule noch zu investieren, bezweifelt Blüml.





